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Aus »Kursachsenspiegel«. Gedichte 2010, Vers 37624 bis 37643

ANNABERG UND BUCHHOLZ


Die Sehma grenzt den Teil der Ernestiner
Von dem der Albertiner ab im Osten,
Der Silberberg war beider Seiten Diener,
Und ähnlich warn auf jeder Seit die Kosten.

Das künstlich so getrennte Tal zu einen,
Scheint mir vergleichbar nicht dem Willkürbrauche,
Mit dem sonst Flecken als gemeinsam scheinen,
Daß man die Lasten der Verwaltung stauche.

In Annaberg und Buchholz sind die Brücken
Längst nicht mehr Tore, daß man sie bedenke,
Doch Tradition kann auch die Frag bedrücken,
Wer welcherart dem andern Teil sich schenke.

Die Sowjets wollten da nicht diskutieren,
Der Kommandant befahls, und Land und Räte,
Sie duckten sich wie immer großen Tieren,
Auf daß man ihren Pfründen bloß nichts täte.

Dies war in diesem Falle wohl erträglich,
Und niemand will die beiden Hälften trennen,
Der Doppelname ist schon lang alltäglich,
Jedoch die Grenze will kein Mensch mehr kennen.