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Aus »Zweifelsbachgrund«. Gedichte 2010, Vers 36041 bis 36060

ZUCKER


Im Zucker geht das Licht ins Netz des Lebens,
Die Stärke nährt im Schattenhort die Knolle,
Verholzt er schließlich, tut ers nicht vergebens,
Denn nur der Stamm erreicht das Sonnenvolle.

Vom Honig, heißt es, nähren sich die Hohen,
Die prüfen, was die Imme gibt der Wabe,
Als süß erkennt man, muß die Welt verlohen,
Was uns gemein macht Schmetterling und Schabe.

Wie das Getreide webt die Zuckerringe,
Wir tun es plump nur nach mit großen Feuern,
Daß wer mehr geb als er dabei verschlinge,
Kann nur die Schöpfung, die wir nicht erneuern.

Wir mühen Reim und Saiten um die Süße,
Wir lassen Farben leuchten und Metalle,
Doch nur die Biene hat so sanfte Füße,
Daß nicht die Dolde, die beschenkt, zerfalle.

Drum ist der Zucker, der uns läßt vergessen
Die Müdigkeit des allzusteilen Pfades,
So allgemein, daß sogar die Zypressen
Persephones ihm psalmodiern im Hades.