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Aus »Zweifelsbachgrund«. Gedichte 2010, Vers 34755 bis 34787

BACH


I

Bach am Weg, als Weggesell
Hältst du tiefes Schweigen wach,
Selbst bei Nacht tönst du so hell,
Bach.

Federleicht und doch nicht schwach
Streichelst du das Trommelfell,
Guter Stille Grund und Dach.

Manchmal dringt ein Hundsgebell
Her vom Dorf ins Laubgemach,
Aber du vergißt es schnell,
Bach.


II

Bäche zwei, und keine Stunde,
Daß ein Lied durchs Tannicht breche,
Sängers Wege sind im Grunde
Bäche.

Im April sinds ziemlich freche
Geister, die mit vollem Munde
Blasen die Schalmeienbleche.

Froh bezaubern sie die Runde,
Und kein Wandrer zahlt die Zeche,
Was verschmerzbar für gesunde
Bäche.


III

Bachgespring und Quellgesprüh
Im Gesang zusammenbring,
Was der Quelle Hott ist Hü
Bachgespring.

Daß dir solche Kunst geling,
Pergamente nicht bemüh,
Denn vollkommen tönt das Ding.

Heische nur, was sich dir früh
Gab als Reim und Grundes Ring,
Daß aus deinen Versen blüh
Bachgespring.