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Aus »Trichterwinde«. Gedichte 2009, Vers 34129 bis 34161

DREIKLANG


I

Tasten muß nach meinem Schatze
Ich durchs Schlemmen und durchs Fasten,
Sachte, daß der Coup nicht platze,
Tasten.

Zwar die Welt in ihrem Hasten
Merkt nicht mal die eigne Fratze,
Doch sie hegt das Pfand im Kasten.

Drum nicht Ungereimtes schwatze,
Denn die Schau kanns nur belasten,
Will der Esel mit der Katze
Tasten.


II

Ranken muß ich wie die Winde
Und für jedes Gatter danken,
Durch die Feinde, durchs Gesinde
Ranken.

Was ihn krankmacht taugt dem Kranken,
Auf dem Kutschbock sitzt der Blinde,
Und kein Wärter müht die Schranken.

Daß ich einen Ausweg finde
Eh die letzten Schleier sanken,
Muß ich selbst als Augenbinde
Ranken.


III

Klettern muß ich wie die Rebe
Ungeschützt in Wind und Wettern
Und ich muß solang ich lebe
Klettern.

Auf den heutgen Bühnenbrettern
Wunderts Dreck, daß keiner klebe,
Und kein Gott will sie zerschmettern.

Unwillkommen, was ich webe,
Doch mit Weisern und mit Rettern
Werd ich, was sich auch ergebe,
Klettern.