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Aus »Trichterwinde«. Gedichte 2009, Vers 34085 bis 34108

ROHRGLANZGRAS


Wo der Bach sich sprudelnd mengt
Mit der Luft, die er ergreift,
Wird dem Sammler Gras geschenkt,
Das niemals im Trüben reift.

Grad im Trupp stehn Ährchen fein,
Wo im Auwald mürb der Ton,
Früher Sommer stimm dich ein,
Daß dir lach der Finderlohn.

Jüngstes Blatt ist noch gerollt,
Derb die ältern, ungerieft,
Hätte Gott dich so gewollt,
Wär nicht Holderes verbrieft.

Zwar für Schafe ist nicht gut,
Was da stammt von Tryptamin,
Was die Agakröte tut,
Gleicht dem Steppenrauten-Spleen.

Gut zu schmauchen ists für dich,
Denn es fegt den Schleier fort
Und mit ihm was fürchterlich
Dich getrennt vom Honighort.

Darum hab der Ernte acht,
Eh im Herbst die Stimmung mies,
Jeder Rausch braucht Vorbedacht,
Welche dir mein Verslein wies.