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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 29819 bis 29838

WEGBIEGUNG


Beuge, Kurve, Knie und Schwenk,
Neuer Kurs und neuer Lauf,
Was ich mir gebogen denk,
Hört gewiß auch niemals auf.

Jedem graden Pfad mißtrau,
Gehst du zu auf einen Stern,
Sagt dir bald des Himmels Schau,
Daß ein andrer nah und fern.

Wie die Zeit, die pulst und schluckt,
Wie das Leben krumm und stumpf,
Sei ein Wald, der hebt und duckt,
Raum für Pilgers Haupt und Rumpf.

Eh du dich versiehst, verbiegt
Sich der Weg und nimmt dich mit,
Welche Richtung letztlich siegt,
Keine weiß, die rasch entglitt.

Doch des Heilands Weiser stehn,
Mit der Lösung der Gestalt,
Ihre Formeln einzusehn,
Braucht kein Wanderer im Wald.