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Aus »Waldeinsamkeit«. Gedichte 2008, Vers 30193 bis 30208

UNTREU


Untreu ist Leben, es neigt sich dem Tod,
Untreu der Sommer, der herbstlich sich färbt,
Untreu, so hieß dich das Licht, das gebot,
Daß du verschwendest, was je du geerbt.

Aber im Kornfeld, von Ähren gesteilt,
Raschelnd von Mäusen, die Eulen nicht spähn,
Hast du den Traum mit der Blume geteilt,
Die dich an Treue gemahnt und Geträn.

Blau ist dein Auge, verloren der Zeit,
So wie der Flachs, drein der Liebende sank,
Zwar hat den Schwur dir kein Priester geweiht,
Aber du weißt nichts von Weichen und Wank.

Mag sich dem Wechsel verpfänden die Welt,
Sei ihr das Gestrige Irrung und Spott,
Du bleibst der Blume im Kornfeld gesellt,
Treu deiner Heimat, der Liebe und Gott.