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Aus »Engelke up de Muer«. Gedichte 2008, Vers 29347 bis 29386

AN DER KNOCK


Haben diesen Punkt die Füße
Froh erreicht, laß Abend sein,
Schick dem Sternenhimmel Grüße
Und vertrau dem roten Wein,
In den sanften Meereswinden,
Trägt das Zelt dein Wanderstock,
Daß dich gute Träume finden
Unterm Himmel an der Knock.

Stets berühmt war diese Stelle,
Wo dich grüßt der Alte Fritz
Und das Schöpfwerk nächste Quelle
Zu des Dollarts Mundbesitz,
Wird der Wind ein wenig rauher,
Folgt dem Wein ein guter Grog,
Denn das Herz wird dir nicht sauer
Unterm Himmel an der Knock.

Ferner rückt die Stadt dem Raster,
Denn das Ohr mag Vogelschrein,
Wer da faselt von verpaßter
Kaufhausmeile darf nicht rein
In das Zelt, wo fröhlich zechte,
Wer nicht mag Profit-Gezock,
Und sich seine Heimat dächte
Unterm Himmel an der Knock.

Zwar ging manche Schlacht verloren
In den Poldern, die wir sahn,
Doch wir wurden nicht geboren,
Daß versänk der morsche Kahn,
Folgen schließlich noch Liköre,
Laß ich gerne Schuh und Sock,
Bis ich hell die Engel höre
Unterm Himmel an der Knock.

Sie dem Herzen ausbedungen,
Treffen auch des Herzens Ton,
Technik hat sie nicht verschlungen
Und sie faßt kein Grammophon,
Und zu dem Wacholdergeiste
Passen nimmer Pop und Rock,
Darum laß getrost das meiste
Unterm Himmel an der Knock.