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Aus »Das Murmeln der Ilm«. Gedichte 2008, Vers 27949 bis 27988

SCHMÜCKE


Von der Allzunahen Hütte
Wasser kommt im Lengwitzbache,
Taubach füllt die Ilmenbütte
Heimlich unterm Kohlendache
Finsterberges, leicht zu suchen
Dem, der flausenfroh und flügge,
Doch der Freibach quillt an Buchen
Vor der Rennsteigschenke Schmücke.

Allen dreien nachzulaufen,
Wagt kein Wandrer, der alleine,
Denn zu teilen sind nur Haufen,
Die nicht wohl dem stillen Haine.
Also end die Ilmenpfade,
Schließ zum dritten Buch die Lücke,
Daß zur Aussicht dich begnade
Hoch die Wetterwarte Schmücke.

Hart den Gipfel zu erklimmen,
Wird verlacht beim Biergelage,
Denn die Richtung sollte stimmen,
Und ein Rad die Bürde trage.
Aber wer da abseits streifte,
Daß er blaue Blume pflücke,
Schreibt ins Buch das so Gereifte
An der Wegekreuzung Schmücke.

Zwar das Auge hat zu narren,
Wer bei Joel sucht Behagen,
Parasitisch kreischen Karren,
Dies nicht gab in beßren Tagen,
Doch wem Innenbilder lachen,
Der vergißts in seinem Glücke,
Darf die Müdigkeit bedachen
Unter Buchen nahe Schmücke.

Ehrenpreis und Bärwurz findet,
Wer nicht spottet seinem Fuße,
Wenn Maschinentakt nicht blindet,
Schmückt Johanniskraut die Muße.
Hör die Morgensonne sprechen:
Mach vor Tag hier noch die Mücke,
Gib dich hin den vielen Bächen,
Denn bergab gehts nur von Schmücke.