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Aus »Das Murmeln der Ilm«. Gedichte 2008, Vers 27834 bis 27866

ILMENAU


I

Am Ilmenbach gar eng am Waldeshange,
Da kräuselt froh der Rauch vom roten Dach,
Man werkt und müht sich früh und abends lange
Am Ilmenbach.

Der Müßiggang ist nicht des Volkes Sach,
Und bleibt der Kupferberg uns bei der Stange,
Mach Gott, daß uns der Kindersegen lach.

Den rechten Weg erspürt im dunklen Drange
Der Forscher wohl und meidet Neid und Rach,
Und dieses Wunder hallt im Lobgesange
Am Ilmenbach.


II

Hier fängt man Ruß und Pech wird hier gesotten,
Das Porzellan trägt Brot mit Pflaumenmus,
Und jeder weiß, mag er auch traumhaft trotten:
Hier fängt man Ruß.

Das Eisen schmilzt, zum Braunstein gehts zu Fuß,
Die Mäntel schützt das Zirbenöl vor Motten,
Und Glückauf ist der meistgesprochne Gruß.

Und wo man gräbt und spürt nach Kupfergrotten,
Dort sind die Berge reich an Ichs und Dus,
Denn mag die Großstadt auch das Land verspotten:
Hier fängt man Ruß.


III

In Ilmenau lebt man auf seine Weise,
Und was gemäß, das weiß bei erster Schau,
Wer hier geborn, sinnt nicht auf neue Gleise
In Ilmenau.

Der Handschlag meint, daß man auf Gott vertrau,
Und gehst zum Kickelhahn durch eine Schneise,
So meint dies auch der Fuchs in seinem Bau.

Wie die Planeten im gemeßnen Kreise,
So kreist der Mensch auch hier als Mann und Frau,
Dies murmelt dir die Ilm unendlich leise
In Ilmenau.