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Aus »Marone und Morchel«. Gedichte 2009, Vers 25730 bis 25753

TRÜFFEL


Knolle, die das Licht mißachtet,
Weil sie nachahmt Eberduft,
Wer nach Tierverdauung trachtet,
Mische Amors Schweiß der Luft.

Säue wühlen auf die Erde
Und die Sporen findens gut.
Zarter als die Schweineherde
Dies der Hund des Sammlers tut.

Auf Sardinien nutzt man Ziegen,
Auch der Bär grub welche aus,
In der Kalahari Fliegen
Suche drin ihr Larvenhaus.

Solchen Wegen nachzusetzen
Reizt den Menschen der Gourmet,
Trüffeln im Geschmack zu schätzen,
Ist ein teurer Brauch sei je.

Bei Franzosen, deren Zunge
Gilt seit alters als versnobt,
War der Handel groß im Schwunge,
Drum die Sau durch Eicheln robbt.

Doch die Ernten wurden spärlich,
Mit dem Raubbau Jahr für Jahr,
Also wurde schwer entbehrlich,
Was einst leichte Beute war.