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Aus »Marone und Morchel«. Gedichte 2009, Vers 25162 bis 25181

BLAUENDER KAHLKOPF


Ein Rarer in der Zunft der Holzverzehrer –
Wer lederbraun und überdies noch klebt,
Der findet nicht durch Augenschein Verehrer,
Weil unsichtbar er seine Schleier webt.

Nicht jeder wird es ins Gesetzbuch schaffen,
Verfolgt zu sein, ist manchem höchster Schmuck,
Mit Eselsohren wird der Fürst zum Affen,
So grausam schlägt nicht nur der kleine Muck.

Der Kahlkopf weiß wie Rumpelstilz zu brauen,
Und zaubert für Grimassen das Skalpell,
Er läßt uns einer Schattenseite trauen,
Die nicht bekümmert, was da draußen bell.

Auch der Geruch ist dumpf und ohne Weihe,
Er wirbt nicht für die Schätze, die er hegt,
Doch daß der Himmel ihm ein Stückchen leihe,
Hofft jedes Tier, das nur am Boden lebt.

Wer fliegen will, der sollte aber wissen,
Die Wächter sind so zahlreich wie das Gras
Und wissen, daß nur zeitweis ausgerissen,
Wer unerlaubt von Zauberpilzen aß.