Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Zwischen Dünwald und Pleiße«. Gedichte 2008, Vers 24782 bis 24821

OSTERLAND


Einst von Weida ausgegangen
Bist du frisch im Osterland,
Von der Burg, der festen, sangen
Lieder, froh auf Riff und Sand,
Nun soll wieder Ostern werden,
Daß der Herr im Fleisch ersteh,
Und der Himmel wird zur Erden,
Und zur Lust das Winterweh.

Leichte Hügel, Südens Boten,
Sind hier überall verstreut,
Wo die Osterfeuer lohten,
Sich der Lenz im Herz erneut,
Dieses Land ist ganz am Wege,
Denn nach Osten geht es weit,
Darum brauchts besondre Hege,
Denn begrenzt ist unsre Zeit.

Dieses Land ist Pfeil und Sehne,
Vorhut, Horn und Halali,
Daß sich aus dem Fenster lehne
Stets der Punkt auf unserm I,
Selbst die Elster heißt die Weiße,
Diebin nicht noch scharf auf Putz,
Und so wahr ich Lammla heiße,
Braucht die Orla solchen Schutz.

Wo von Reuß die ältre Linie,
Greiz, so oft schon abgebrannt,
Hartholz wie vom Stamm der Pinie
Liebt der Mann in diesem Land,
Auch die Dichter müssen werken,
Das es nicht den Brauch verletzt,
Denn man wird nur Verse merken,
Die mit Müh und Tat gesetzt.

Härter muß das Vogtland fechten
Als das süße Oster-O,
Doch die Warte sind im echten
Auf der Höh und herzensfroh,
Soll dir lang die Aue frommen,
Wo du der Arnshaugker bist,
Mußt du immer wiederkommen,
Weil der Schirm im Osten ist.