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Aus »Zwischen Dünwald und Pleiße«. Gedichte 2008, Vers 23926 bis 23945

JOHANNES THAL


Schon als Schüler ein Herbarium klebend,
Pflanzensammler in Neanders Heim,
Dann in Jena und in Stendal webend,
Zog es ihn zu Blüte, Blatt und Keim.

Physikus in Stolberg und Nordhausen,
Dienst am Frühtag und in später Nacht,
Gibt die Müh um Menschendinge Pausen,
Gilts, daß ihm ein Wegrandkräutlein lacht.

Acker-Schmalwand oder Brillenschote,
Erden-Segge, Alpen-Lattich finden
Erst mit ihm Attest und Standort-Bote,
Was die Erben zum Folianten binden.

Seine Reiche aller Harzer Pflanzen
Jed Geschöpf mit gleicher Lieb vermerken,
Daß nicht nur Arznein in seinem Ranzen,
Scheidet ihn von frühern Kräuterwerken.

Da sein Fuhrwerk auf dem Weg zum Kranken
Kam vom Weg, verschied er, vierzig grad,
Vater der Floristik nennt das Danken
Das Vermächtnis, das die Liebe tat.