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Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 22942 bis 22981

DREISTROMSTEIN


Wo ein Ort an Sigismund,
Sieger, der das Mündel schirmt,
Stern im deutschen Sagengrund,
Der die Jugend stählt und firmt,
Noch erinnert, steht das Mal,
Das wir nennen Dreistromstein,
Da getrennt ein jedes Tal
Speist in deutsche Flüsse ein.

Elbe, Rhein und Weser füllt
Teilsam hier die Himmelsgift,
Fels, Titanenhand-geknüllt,
Trennt, was erst zur Nordsee trifft
Bruder-Tropfen, Schwester-Quell,
Gottes Eins, das bildend netzt
Fries und Sachses Bärenfell,
Und sich neu zusammensetzt.

Dreieins hier dein Wähnen streift
Auf die Insel Helgoland,
Wo die Flut in eins begreift,
Was erst dort zusammenfand,
Oluf, der am Amboß werkt,
Wo ihn trifft der Herr der Wal,
Hat zur Nacht dein Herz bestärkt,
Daß wir siegten tausendmal.

Jenzig, Hörsel, Lorelei,
Sagen ihm von deutscher Art,
Steg und Rahmast sirrn am Kai
Lieder von der Tannen-Fahrt,
Wenn sie sich im Astloch drehn,
Meinen Welschland, Rom und Turk
Nie die Wellen, die da stehn
Noch auf See für Siegmundsburg.

Hier ist aller Mitten Herz,
Born für deutsches Ried und Moos,
Als Sekunde, Quarte, Terz,
Tönt der Laut als deutsches Los,
Bist du deutsch in Sieg und Munt,
Muß dein Herrgott dreifach sein,
Und du spürst die Schöpfungswund
Nirgends wie am Dreistromstein.