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Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 22878 bis 22917

ASFELDER AUSSPANNE


Wo der Weg ins Schieferland
Wechselt, bot die Schenke hier
Pferd und Reiter Unterstand,
Denn der Kluge schont das Tier,
Heut ist Ausspann Urlaub nur
Und ein eigensinnig Tun,
Wo man fern der Kreatur,
Muß kein Weggefährte ruhn.

Asfeld spricht vom Asenwerk,
Thor, deß Hammer Riesen schwer,
Auch Frau Holle wohnt im Berg
Und regiert das Heimchenheer,
Zinselmännchen treiben oft
Schabernack und Pfänderspiel,
Was da graust und was man hofft,
Weiß die alte Sage viel.

Auch von Asfelds Schloßturm heißts,
Daß ein Mönch gespenstisch toll,
Schaust du Bart und Kutte Geists,
Reize nicht des Unholds Groll,
Denk der Magd, die Gott verbürgt,
Doch sich selber schloß nicht ein,
Daß du nicht wie sie erwürgt,
Muß der Bannspruch richtig sein.

Vieles was im Hangwald spricht,
Taumelt zwischen einst und nie,
Wo elektrisch gleißt das Licht,
Trocknet aus die Phantasie,
Und nicht nur die Furcht zerrann,
Auch das Wunder und das Glück
Trieb der Zeitgeist aus dem Tann
Und die Sehnsucht hoffts zurück.

Wenn erst wieder Pferde froh,
Daß der Ort sich Ausspann nennt,
Raschelt dir der Stilz im Stroh,
Wie der Gnom im Moore brennt,
Wenn der Mensch dem Wahn entsagt,
Daß sein Reich unendlich sei,
Hörst du, was Alraune klagt
Und die Mähre stimmt dir bei.