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Aus »Rhön und Rennsteig«. Gedichte 2007, Vers 22476 bis 22495

DRACHENSCHLUCHT


Abschied nimm von Wind und Wolk,
Wo sich Sommer nie efuhr,
Zeigen Strudelnisch und Kolk
Gulgelbaches Schürferspur.

Steigst du in die schlanke Klamm,
Nicht nur die Geduld erfahr,
Auch im nackten Felsgeschramm
Sei dir Rang und Alter klar.

Daß die Welt Gestalt erfährt,
Zwischen Zahn und Widerstand,
Dieser Spalt von selbst erklärt,
Drin sich weich und fest verband.

Doch der Nam ist treffend nicht,
Daß hieraus ein Drache steig,
Dirs der Phantasie gebricht,
Drum sei Dichters Wahl nicht feig.

Frauenhaar und Nibelzwerg
Sind Metaphern dünnster Leut,
Darum nenn den Steg im Berg
Jetzt die Spalte Heimchenfreud.