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Aus »Saalisches Lied«. Gedichte 2007, Vers 21175 bis 21194

UNSTRUTWEIN


Nirgends drang Dionysos
Weiter in den Norden vor,
Wo die Unstrut saalhin floß,
Er sich letztes Reich erkor.

Herber sind die Winde hier,
Aber wo der Rebensaft
Fremdling heißt für Met und Bier,
Zeigt er ungeahnte Kraft.

Schwacher Sonne späte Frucht
Weckt Genießers Kennerglück,
Schroffe Hänge dieser Schlucht,
Helfen Winzers Müh ein Stück.

Auch im abgelegnen Land,
Pflegt er Sitte, Zunft und Brauch,
Und dem Frohsinn zugewandt,
Suchst du seine Feste auch.

Eine Königin er kürt
Nach der Lese an der Lind,
Wer sie anschaut, weiß und spürt,
Daß wir Gottes Kinder sind.