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Aus »Babylon des Worts«. Gedichte 2007, Vers 18036 bis 18055

SÜNDENPFUHL


Wie der Heiland ward im Stall,
Scheint es mir kein seltner Fall,
Daß dem Trog, drin Unrat flammt,
Auch das reinste Licht entstammt.

Wer die Sünde schilt und haßt,
Oft den höchsten Wink verpaßt,
Wenn im Haus des Lasters weilt
Eine Hand, die hegt und heilt.

Nie ein Selbstgerechter fand
Jemals das gelobte Land,
Sondern wer im Herz die Glut
Paart mit Offenheit und Mut.

Selig ist, was auch geschah,
Wem der Herr beständig da,
Wer gepriesen und gekränkt
Weiß, daß ihn der Himmel lenkt.

Drum das Herz vor Hochmut hüt,
Treibts die Gier auch arg und rüd,
Denn verborgen bleibt dem Wahn,
Was da geht nach Gottes Plan.