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Aus »Babylon des Worts«. Gedichte 2007, Vers 17740 bis 17763

WELTWITZER WEG


Ach, sag mir nur, wo Weltwitz liegt,
Es ward mir zwar ein Weg genannt,
Doch wer ihn fährt, weiß wohl, es siegt,
Die Müdigkeit im weiten Land.

Ich hab auf diesen Weg gebaut
Mein Heil und meinen Lebensherbst,
Doch hast du, Herr, mir nicht vertraut,
Wie du die Wolken jagst und färbst.

Es sei ein Witz der Welt verwebt,
So raunt uns manches Pergament,
Ich frug den Wind, der westher fegt,
Ich glaub, daß er ihn selbst nicht kennt.

Ich hab dem Ost mein Leid geklagt,
Im Süden Licht und List erhofft,
Ich glaub, wer solche Weisheit wagt,
Spricht elbisch und auch dies nicht oft.

Einst sprech ich gar den Sensenmann
Und seinen harten Marschbefehl
Ganz dreist auf dieses Rätsel an
Und schweig nicht mal am Hof der Hel.

Kein Amt und keiner Bürgen Neid
Sei Mauer mir und Hypothek,
Ich bleibe stündlich marschbereit
Nach Weltwitz auf dem schlanken Weg.