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Aus »Babylon des Worts«. Gedichte 2007, Vers 17656 bis 17675

SPEISEKAMMER


Großstadtleben ist ein Jammer,
Hier gibts keine Speisekammer,
Nicht im Rauchfang Wurst und Speck,
Wo du plünderst jung und keck.

Großstadtmenschen schmerzt der Dämmer,
Hier gibts keine weißen Lämmer,
Keinen Hahn auf schwarzem Mist,
Der dir sagt, wie früh du bist.

Großstadtjahre werden teuer,
Gold gibst du für Ofenfeuer,
Wer nichts hat, schläft nicht im Stall,
Sondern eisig fremd im All.

Großstadtwünsche sind voll Frevel,
Daß dich nicht mehr stör der Schwefel,
Schuf der Teufel Markt und Bar,
Wo einst Heu und Kornfeld war.

Großstadtschmerzen hatt ich lange,
Doch mir ist im Herz nicht bange,
Denn ich fand den besten Reim:
Speisekammer, ich komm heim.