Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Fliederblüten«. Gedichte 1981, Vers 69 bis 92

DIE QUELLE


Den Fels, der Trost und Helle,
Des Wandrers Himmel deckt,
Hat die versteckte Quelle
Mit erstem Grün befleckt.

Ich wußte, vierzehn Tage
Muß durch Gebirge, schroff,
Mein Weg in deine Frage,
Der ich entgegenhoff.

Sie wußte nichts vom Leben,
Das ihre Wasser trank,
Und ihr verschenktes Geben
Begehrte keinen Dank.

Ich hoffte, vierzehn Nächte
Mit Traum und Fels allein,
Das Flüstern tiefer Schächte
Mög bald das deine sein.

Sie hoffte keine Liebe
Und keinen Lustgewinn
Und war für dürre Triebe
Die große Trösterin.

Ich hab geschaut nach deinen
Gelockten Haarn, verkürzt
Die Wanderung, mit Steinen
Bin ich zu Tal gestürzt.