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Aus »Fliederblüten«. Gedichte 1981, Vers 633 bis 646

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Gedankenspiel, o Spiel der Dissonanzen,
Von Süchten prall und linden Traurigkeiten,
Wir müssen durch verfallne Gassen schreiten,
Uns vor dem Pöbel dieser Stadt verschanzen.

Mein Lied, dies werden keine guten Zeiten,
Ob andre besser warn? – In meinem Ranzen
Liegt mancher Gold, doch um zurück zum Ganzen
Zu gehn, genügen auch die sturzgeweihten.

Sie bringen meinen Leib und Geist zur Strecke,
Versteigern, was ich hab, für niedre Zwecke
Und zwingen deinen hohen Mut ins Joch.

Doch sag, was geht mich noch in Sommerwärme,
Wenn ich als Falter über Wiesen schwärme,
Die Raupe an, als die ich schutzlos kroch.