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Aus »Fliederblüten«. Gedichte 1981, Vers 605 bis 618

DAS ERBE


Den Bürgerfleiß der väterlichen Tage
Verriet die Liebsnacht und warf die Bürde,
Vertrauend, daß es recht geraten würde,
Der Nachwelt in die Schalen ihrer Waage.

Jedoch die Zeiten, unheilvoll, erkoren,
Im Urteil schwankend, ungewohnte Bahnen.
Im Sohn, der ihre Träume litt, verloren
Verdienste sich und Segnungen der Ahnen.

Die ihn erhielten, ihren Bräuchen treulich,
Erfuhren nicht, was nur dem Vater greulich
Enthüllte, wie sein stolzer Stamm verdorrte.

Da reute ihn, was er aus sich gegeben,
Er sah den Glanz verrinnen wie sein Leben,
Verfluchte sich und Gott im letzten Worte.