Willkommen

Lebenslauf

Aktuell

Werke

Publikationen

Video

Leserstimmen

Verweise

Besucherbuch

Impressum
 
voriges Gedicht nächstes Gedicht

Aus »Traum von Atlantis«. Gedichte 1994, Vers 9561 bis 9584

KRAKATAU


In der Tiefe, die uns fremd,
Drübers Meer die Sande schwemmt,
Brodelt Glut und ballt sich Druck,
Der beschämt das Blitzgezuck.

Wo du traust dem Sonnengold,
Magma west und sinnt und grollt,
Bis zuletzt die Kruste kracht
Und das Maß der Welt verlacht.

Als der Krakatau zerstob,
Einen Pilz von Bims erhob,
Losch die Sonne, staubgeschwärzt,
Und der Tag schien ausgemerzt.

Meer floß in den Kraterfall,
Abgewehrt mit lautstem Knall.
Eine Welle wie ein Turm
Schlang die Küsten weit im Sturm.

Erstmals sprach in Ost und West
So der Elemente Fest,
Ungeschlacht und urtagsroh,
Daß der Mensch der Maulwurfsfloh.

Wo verlosch der Eiland-Sporn,
Wächst uns neu der Feuerzorn,
Und der Tag ist ausgemacht,
Wo er ruft die Weltennacht.