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Aus »Unstrutleuchten. Zweites Buch«. Gedichte 2015, Vers 43896 bis 43919

HEINRICH


Herr Heinrich saß am Vogelherd,
So traulich geht die Weise,
Sie ist der höchsten Ehren wert,
So schwer und doch so leise.

Allein, ein Makel steht darin,
So sag ich unumwunden,
Der Vogler hätt, so sagt der Sinn,
Zum Kaisertum gefunden.

Dies ist nicht recht, denn Königsglut
Ist heiliger und älter,
Hier der Ornat und dort das Blut,
Der Wein und der Behälter.

Den Kaiser schafft das Reiterheer,
Der Adel kürt den König –
Den Kaiserstuhl, der königsleer,
In Worten nicht beschönig!

Es gibt den deutschen Kaiser nicht
Wie den nicht der Franzosen,
Byzanz und Rom, kein andrer flicht
Cäsaren Krönungsrosen.

Nur wenn den deutschen König laut
Das Römervolk begrüßte,
Der Heinrich auf ein Erbe baut,
Das Schnee und Eis versüßte.