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Aus »Kursachsenspiegel«. Gedichte 2010, Vers 37585 bis 37608

SCHEIBENBERG


Für Scheibenberg gar vieles gilt,
Was zu der Gegend ward gesagt,
Doch eigentümlich scheint ein Bild,
Nach dem wohl selten einer fragt.

Der Feldherr Holk, Mann Wallensteins,
Triebs nach dem Seitenwechsel kraß,
Die Scheibenberger waren eins,
Man wehr den Wiesenthaler Paß.

Wo Mächte Treue und Allianz
Mal wogen und mal bliesen fort,
Stieg auf den Berg der deutsche Hans
Und kämpfte gegen Völkermord.

Der Paß ist kein geringes Ding,
Spanische Reiter sah er schon,
Wenn auch am Galgen keiner hing,
Verstand man wohl den rüden Ton.

Er ist der höchste, den die Post
Im Erzgebirge kannte je,
Nicht nur die Alpen kennen Frost,
Auch hier war Tod der Winterschnee.

Er führt nicht mehr nach Gottesgab,
Das böhmisch wie ein Röcheln klingt,
Doch Achtung vor der Mannheit hab,
Auch wenn der Sieg ihr nicht gelingt.