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Aus »Zwischen Dünwald und Pleiße«. Gedichte 2008, Vers 24686 bis 24705

SIEBENSCHLÄFER


In Bachaun an dem Modelwitzer Bache
Stehn Erln und Eschen im Mäanderrohr,
Dort rühr dich nicht und leisen Atems wache,
Denn hier kommt auch der Siebenschläfer vor.

Er schläft am Tage, um zur Nacht zu jagen,
Er ähnelt einem Eichhorn, freilich klein,
Großäugig siehst du ihn bedächtig nagen
Kastanien und die fetten Sämerein.

Er schnellt ins Baumloch, da wir ihn entdeckten,
Die feuchten Pforten haften wie ein Filz,
Zu Eicheln, Eckern, Nüssen gibts Insekten,
Und sommers Knospen, Rinden, Frucht und Pilz.

Er muß sich für die Schlafenszeiten rüsten
Und nimmt auch mal ein Vöglein und ein Ei,
Wenn solche Bilche nicht um Feinde wüßten,
Dann wären sie in Gottes Garten frei.

Doch Katzen, Marder und die Eulen dunkel
Zerhaun dem Tier den buschig grauen Pelz,
Der Aberglaube kennt gar viel Gemunkel,
Doch mir, so sag ich jedermann, gefällts.