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  Liebe Besucher,

Ich bin 55 Jahre alt und habe in den späten 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zu dichten begonnen. Erst allmählich wurde mir bewußt, wieviel ideologischer Schutt fortzuräumen war, um im Nachkriegsdeutschland Dichter sein und mit der Unbefangenheit früherer Generationen die Melodien des Volksgeistes fortspinnen zu können. Ein Instinkt sagte mir früh, daß die anerkannte Literatur meiner Zeit kein Vorbild auf diesem Wege sein könnte. Allerdings unterschätzte ich lange den Widerstand der Kulturpolitik gegen eine Erneuerung der deutschen Dichtung. Insbesondere saß ich der Fehleinschätzung auf, die Unterdrückung der Kunst sei in Mitteldeutschland stärker als im Westen.

Bereits in der Gleichsetzung von »Gedicht« und »Lyrik« zeigt sich eine Verzeichnung. Episches, Dramatisches und Balladeskes werden ausgesperrt, das Gedicht wird als subjektivistische Meditation verortet. Das zweite Angriff richtet sich gegen die Form, Reim und Metrum werde als »veraltet« gepönt, um alle offensichtlichen Merkmale von Qualität auszuschalten. Der Instinkt des Volkes soll den Theorien der Kritiker nicht länger Konkurrenz machen. Mit der zunehmenden Entfremdung vom Volk werden die Dichter schließlich willige, allenfalls kapriziöse, Werkzeuge des Kulturbetriebes.

Starke Impulse fand ich im Volkslied und im Kirchenlied, dazu in der deutschen Klassik und Romantik. Dabei habe ich die Moderne niemals ausgesperrt, sondern immer Ausschau nach Bedeutungsvollem gehalten. Mit den Jahren erfahre ich mich zunehmend selbst als Vorbild für die jüngeren Generationen, und mein Verlag wird Kristallisationspunkt für eine deutsche Dichtung, die sich von den entmündigenden Fesseln befreit.

Ich habe niemals die Absicht gehabt, mit der Dichtung mein täglich Brot zu verdienen, und bin auch heute zufrieden, wenn die Umsätze die Druckkosten tragen. Es gibt Leute, die meinen, ich kokettierte mit der Armut, aber ich halte die Erfahrung von Not und Sorge für wesentlich für ein volksnahes Werk im christlichen Geiste.

Im Jahre 2006 setzte ein großer Produktivitätsschub in meinem Werk ein, der damit zusammenhängt, daß ich meinen dichterischen Kanon thematisch erweiterte und mich szenischen Entwürfen wie auch essayistischen Arbeiten zuwandte. Erst jetzt fand ich mein eigentliches Publikum, und das Netz hat dabei einen erheblichen Beitrag geleistet, wo ich doch nach wie vor in Verlagen publiziere, die nur eine kleine Öffentlichkeit erreichen. Im Augenblick bin ich dabei, die Grenzen der deutschen Sprache zu überschreiten. Eine englische und eine französische Netzpräsenz gibt es bereits, die spanische und die italienische befinden sich in Vorbereitung. Mein größter Wunsch war es jedoch immer, das russische Publikum zu erreichen. Deshalb ist es ein großes Glück, daß ich auf russische Übersetzer gestoßen bin.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige Leser im Glauben bestärken und zu neuer Zuversicht für Deutschland und Europa führen könnte.

Der Herr sei mit uns
Uwe Lammla